Kritische Auseinandersetzung mit den gescheiterten kommunistischen Systemen
Selbsthilfegruppe Ei des Kommunismus (Hg.)

Was tun mit Kommunismus?!

Kapitalismus | »realexistierender Sozialismus« | Konkrete Utopien heute

ISBN 978-3-89771-526-4
Erscheinungsdatum: März 2013
Seiten: 388
Ausstattung: softcover
18,00 €

Beschreibung

Kritische Auseinandersetzung mit den gescheiterten kommunistischen Systemen
Die Wiederbelebung der Debatte über antikapitalistische Alternativen hat auch zur Rückkehr ›des Kommunismus‹ in der linken Öffentlichkeit geführt, damit aber auch zu einer Wiederbelebung der ML-Ideologie der gescheiterten pseudo-sozialistischen Diktaturen des Ostblocks. Die Leugnung des repressiven Charakters dieser Polizeistaaten gegenüber ihrer Bevölkerungsmehrheit, das Abschmettern jeder linken Kritik sowie Mythen über ›sozialistische Errungenschaften‹ in solchen Staaten treiben neue Blüten.

 

» ... ein insgesamt gelungenes und engagiertes Publikationsprojekt.« Gabriel Kuhn

 


Eine kritische Debatte über den sog. 'real existierenden Sozialismus' sowie eine selbstkritische Auseinandersetzung der antikapitalistischen Linken mit Fehlern und Irrtümern der eigenen Geschichte ist unumgänglich.

In einmaliger politischer Breite diskutieren emanzipatorisch orientierte Linke des Sozialismus, libertären Kommunismus und Anarchismus, Bewegungslinke verschiedener Spektren und Angehörige der Linkspartei, Libertäre und Marxist_innen, west- und ostdeutsch Sozialisierte.

Autor_innen

Selbsthilfegruppe Ei des Kommunismus

Die SEK ist ein Diskussionskreis aus Libertären und Marxist_innen, der versucht, emanzipatorisch orientierte Linke mit westlichem wie östlichem Background ins Gespräch über emanzipatorische Alternativen zum Kapitalismus zu bringen.


Elfriede Müller

Elfriede Müller, Dr., Jg. 1957, Historikerin, Literaturwissenschaftlerin, Buchhändlerin, Verlagskauffrau, Übersetzerin. Von 1980 bis 1987 im Pariser Kunstbuchhandel tätig, von 1987 bis 1993 Studium in Freiburg/Br., ab 1993 in Berlin. Seit 1994 im Büro für Kunst im öffentlichen Raum tätig. Seit dem 17. Lebensjahr politisch aktiv, zunächst in der Schüler/innen- und Frauenbewegung, dann bei der GIM (Gruppe Internationale Marxisten, IV. Internationale), in Frankreich bei der LCR (Ligue Communiste Révolutionnaire), ab Ende der 80er Jahren bei den Freiburger Autonomen und Mitbegründerin der jour fixe initiative berlin, zahlreiche Publikationen zu linker Theorie und Praxis.


Bini Adamczak

bini adamczak ist das unstete bündnis zänkischer gespenster (bspw. dekonstruktivistischer feminismen und orthodoxer wertkritik), unerwünschter erbschaften und nächtlicher reproduktionsläufe. in manischen momenten tourt die autorin von »kommunismus. kleine geschichte, wie endlich alles anders wird« (2004) und »gestern morgen. über die einsamkeit kommunistischer gespenster und die rekonstruktion der zukunft« (2007) mit dem performancekollektiv andcompany&co (little red play herstory 2006, timerepublic 2007) im roten timeshuttle durch wenigstens europa.


Detlef Hartmann

Detlef Hartmann, Jg. 1941, seit Ende der 1960er ununterbrochen aktiv in sozialen, insbesondere Häuserkämpfen, immer in offener Gegnerschaft gegen formelle Parteibildungen, marxistische Orthodoxie und den Glauben an die Möglichkeit kampfunabhängiger objektiver wissenschaftlicher Erkenntnis.
Nach Studium in Hamburg und Berkeley, einem Zentrum der 68er Revolten und Bewegung gegen den Vietnamkrieg, Anwaltstätigkeit in Köln vor allem im Kontext der Kämpfe gegen Stadtsanierung, Vertreibung, Psychiatrie, Ausländerpolitik. Ehemaliger Mitarbeiter der Zeitschrift Autonomie und danach bis heute im Redaktionskollektiv der Materialien für einen neuen Antiimperialismus.
Buchveröffentlichungen u a. Leben als Sabotage, »Empire« – linkes Ticket für die Reise nach rechts, Cluster – Die neue Etappe des Kapitalismus, Krisenlabor Griechenland. Ausgewählter Überblick über sonstige Publikationen in www.materialien.org


Bernd Gehrke

Bernd Gehrke, Jg. 1950, Politökonom. 1978 wegen oppositionelle-kommunistischer Gruppenbildung von der Akademie der Wissenschaften der DDR geflogen, SED-Ausschluss und Berufsverbot. Mitbegründer der Grünen Liga und der Initiative für eine vereinigte Linke. Seit 2003 im AK Geschichte sozialer Bewegung Ost/West engagiert. Veröffentlichte zahlreiche Artikel und Bücher zur DDR. Publikationen: Artikel und Bücher zur DDR-Geschichte, Mitherausgeber von 1968 und die Arbeiter. Studien zum »proletarischen Mai« in Europa (2007 mit Gerd-Rainer Horn).


Renate Hürtgen

Dr. Renate Hürtgen, Jg. 1947, Ostberlin, Ausbildung am Institut für Lehrerbildung (1964 – 1967), Studium der Kulturwissenschaft und Ästhetik an der Humboldt-Universität zu Berlin (1970 – 1974), Promotion Dr. phil., Mitarbeiterin am Zentralinstitut für Philosophie der Akademie der Wissenschaften der DDR, Bereich Philosophiegeschichte, aktiv in der Opposition, 1989 Mitbegründerin der Initiative für eine Unabhängige Gewerkschaft, bis heute in verschiedenen betrieblichen und sozialen Bewegungen tätig, Mitarbeiterin am Zentrum für Zeithistorische Forschung (ZZF) in Potsdam (bis 2012), zahlreiche Publikationen zu den Themen: Sozialgeschichte der DDR, Gewerkschaften, Frauen, Betriebsalltag, Arbeitergeschichte, Angestellte im DDR-Industriebetrieb, Stasi in der Produktion, betriebliche Wende, Antragsteller auf Ausreise aus der DDR und Alltag in der DDR-Provinz und Herrschaft im DDR-Betrieb, Mitglied des Arbeitskreises Geschichte sozialer Bewegungen Ost/West, der regelmäßig Veranstaltungen im Haus der Demokratie und Menschenrechte abhält.


Thomas Klein

Dr. Thomas Klein, geb. 1948, Mathematikstudium an der Humboldt-Universität Berlin, 1976 Promotion, seit 1973 an der Akademie der Wissenschaften derDDR, 1979/ 80 Haftstrafe wegen oppositioneller Tätigkeit. Nach Haftentlassung Berufs- und Publikationsverbot sowie Arbeitsplatzbindung im VEB Möbelkombinat, 1989 Gründungsmitglied der Vereinigten Linken, ab März 1990 fraktionsloser Abgeordneter in der Volkskammer, von Oktober bis Dezember 1990 im Bundestag, 1991/92 Mitarbeiter im Bundestag, seit 1996 wissenschaftlicher Mitarbeiter am Zentrum für Zeithistorische Forschung (ZZF) in Potsdam. Publikationen: U.a. »Für die Einheit und Reinheit der Partei« – Die innerparteilichen Kontrollorgane der SED in der Ära Ulbricht (2002), »Frieden und Gerechtigkeit« – Die Politisierung der unabhängigen Friedensbewegung in Ost-Berlin während der 80er Jahre (2007), SEW – Die Westberliner Einheitssozialisten. Eine »ostdeutsche« Partei als Stachel im Fleische der »Frontstadt«? (2009).


Anne Seeck

Anne Seeck, geb. 1962, nach Abbruch eines staatlich zugewiesenen Studiums subkulturell in Dresden-Neustadt und Ostberlin unterwegs, 1988 Ausreiseantrag, 1989 Übersiedlung nach Westberlin, von 1990-1996 Studium an der Freien Universität, Diplompädagogin und in der politischen Bildung aktiv, ebenso in der Erwerbslosen- und anderen sozialen Bewegungen.


Hauke Benner

Hauke Benner lebt in Berlin, in den 80er und 90er Jahren in der autonomen Bewegung aktiv, danach Aktivist in der Antigentechnik- und Anti-AKW-Bewegung, Frührentner nach 30-jähriger Arbeit in kollektiven Zusammenhängen.


Christoph Jünke

Dr. Christoph Jünke, Jg.1964, lebt in Bochum, Historiker und Publizist , zurzeit wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrgebiet Neuere deutsche und Europäische Geschichte an der Fern-Universität Hagen und Vorsitzender der Leo Kofler-Gesellschaft e.V. (www.leo-kofler.de).
Er war viele Jahre Redakteur der sozialistischen Zeitung SoZ sowie der Sozialistischen Hefte. Als Historiker hat er nicht nur eine umfangreiche Monografie über einen ost-westlichen Dissidenten des Sozialismus, Leo Kofler vorgelegt, sondern neben einem wichtigen Tagungsband zum Linkssozialismus auch eine publizistische Attacke gegen die stalinoiden Sympathien des linken Feuilletons mit den absurd-altstalinistischen Thesen des italienischen Historikers Luciano Canfora geritten. Autor von Sozialistisches Strandgut. Leo Kofler – Leben und Werk (1907-1995), Hamburg 2007, sowie Der lange Schatten des Stalinismus. Sozialismus und Demokratie gestern und heute, Köln 2007. Als Herausgeber erschienen zuletzt Linkssozialismus in Deutschland. Jenseits von Sozialdemokratie und Kommunismus?, Hamburg 2010, sowie Begegnungen mit Leo Kofler. Ein Lesebuch, Köln 2011.


Helmut Bock

Prof. Dr. Helmut Bock, Jg. 1928, als Geschichtsprofessor an der Akademie der Wissenschaften der DDR war er an großen DDR-Projekten wie der zwölfbändigen Geschichte des Deutschen Volkes maßgeblich beteiligt und hatte entsprechende Funktionen in der DDR-Geschichtswissenschaft, seit 1989 Aufarbeitung des Stalinismus, in den letzten Jahren hat er sich u.a. substanziell mit der Oktoberrevolution neu auseinandergesetzt, zahlreiche Publikationen u.a. in den Pankower Vorträgen »Die russische Revolution 1917-1921« und »Das Menetekel: Kronstadt 1921«, parteiloses Mitglied der Historischen Kommission der Partei DIE LINKE.


Frank Engster

Frank Engster promovierte an der FU-Berlin über den Zusammenhang von Geld, Maß und Zeit, hat zu dieser Thematik verschiedene Artikel veröffentlicht und ist zurzeit Junior Fellow am Postwachstumskolleg der Uni Jena.


Sebastian Gerhardt

Sebastian Gerhardt, Jg. 1968, lebt und arbeitet in Berlin. Im Herbst 1989 und auch danach in der Initiative für eine Vereinigte Linke engagiert. Arbeitet immer wieder ehrenamtlich in verschiedenen politischen Projekten, so in der Redaktion der Zeitschrift ›lunapark21‹ und als Vorstand der Stiftung Haus der Demokratie und Menschenrechte. Sein Geld verdient er mit Ausstellungsführungen in der ›Topographie des Terrors‹ und im Deutsch-Russischen Museum Karlshorst. Bloggt auf: http://planwirtschaft.wordpress.com


Willi Hajek

Willi Hajek, lebt und arbeitet in Berlin, vorher zwölf Jahre in Bochum und 14 Jahre in Paris, seit 1968 in der radikalen Linken Frankreichs engagiert, seit den 1980ern in der westdeutschen betriebsgewerkschaftlichen Opposition aktiv (Gegenwehr ohne Grenzen – Opel – Bochum), heute tätig im Bereich der Erwachsenenbildung und in der basisgewerkschaftlichen Bildungsarbeit, engagiert im Arbeitskreis Soziale Bewegungen Ost/West, im Europäischen Netzwerk der BasisgewerkschafterInnen und bei ›tie – global‹, mit Jochen Gester Herausgeber der Bücher ›1968 – und dann?‹, ›Sechs Tage der Selbstermächtigung‹ und dazu noch einen Sammelband zur Selbstorganisation, er publiziert in verschiedenen linken Zeitungen und Zeitschriften wie dem express.


Ralf G. Landmesser

Ralf G. Landmesser, Jg. 1952. Publizist und Bildender Künstler. Sozialkulturarbeiter. Studium der Kommunikationswissenschaft, Politikwissenschaft und Soziologie an der LMU München, weiteres Studium an der FU mit Schwerpunkt Politologie am OSI. Einstieg in die Verlagsarbeit 1982 im Verlag Klaus Guhl. Von 1983 – 2000 Herausgeber des Schwarzroten KALENDA, Gründung des SCHWARZROTBUCH Verlag Berlin 1989. Sieben Jahre Obdachlosenarbeit im Rollbergviertel Neukölln. Berufserfahrungen in verschiedensten Bereichen wie von z.B. Bau, Fließband, LKW-Fahrer bis Computer-Spezialist und Öffentlichkeitsreferent. 1988 Eröffnung des A-Laden Berlin. Kiezaktivist und Projektarbeit. Betrieb der Libertarian Press Agency [LPA] seit 1998.


Lucy Redler

Bundessprecherin der Sozialistische Alternative (SAV), Mitglied der Partei DIE LINKE und der Strömung Antikapitalistische Linke (AKL).
Geboren in Hann. Münden, 1979. Politisch aktiv geworden 1994 bei Jugend gegen Rassismus in Europa ( JRE) und später in der SAV. Studium: VWL und Sozialökonomie; Arbeit im Buchhandel, heute SAV-Bundessprecherin. 2006 Spitzenkandidatin der WASG Berlin zur Abgeordnetenhauswahl; 2006 Mitglied im WASG Bundesvorstand bis zur Fusion im Jahr 2007. 2008 Antrag zum Eintritt in DIE LINKE, 2010 wurde der Eintritt gewährt. Publikationen/Literatur: Der politische Streik in der Bundesrepublik seit 1945, Köln/Karlsruhe, Neuer ISP-Verlag, 2007; Sozialismus statt Marktwirtschaft – Eine Auseinandersetzung mit Sahra Wagenknechts »Freiheit statt Kapitalismus«, Berlin, Sozialistische Alternative, 2011; Mit Holger Dröge u. a.: Iran – Freiheit durch Sozialismus: Geschichte und Gegenwart des Iran, Berlin, Sozialistische Alternative, 2010; Robert Allertz: Was will die rote Lucy? Gespräch mit der Rebellin Redler, Berlin, Edition Ost, 2007. Lucy Redler: Das Verschwinden der WASG – Lehren aus drei Jahren WASG für die Zukunft der LINKEN, Berlin, Sozialistische Alternative, 2012.


Monika Runge

Dr. Monika Runge, Jg. 1950, Philosophin aus Leipzig, Studium, Forschungsstudium und 1976 bis 1994 wissenschaftliche Assistentin an der Universität Leipzig an der Sektion Philosophie und am Institut für Philosophie, seit 1994 Mitglied des Sächsischen Landtages für DIE LINKE, Vorsitzende der Rosa-Luxemburg-Stiftung in Sachsen, sie hat sich namentlich in und seit den ›Wendetagen‹ 1989 für eine radikale Abkehr der PDS vom Stalinismus der SED und ein deutlich demokratisch-sozialistisches Profil der Partei engagiert. Mitautorin des von Wolfgang Luutz herausgegebenen Buches »Das soziale Band ist zerrissen« – Sprachpraktiken sozialer Desintegration, Universität Leipzig 1994.


Jörn Schütrumpf

Dr. Jörn Schütrumpf, Jg. 1956, Historiker, 1982-1990 Mitarbeiter am Zentralinstitut für Geschichte an der Akademie der Wissenschaften der DDR. Seit 2003 Geschäftsführer des Karl Dietz Verlages Berlin. Viele Jahre Redakteur der Periodika ›UTOPIE kreativ‹ und ›Das Blättchen‹. Zahlreiche Veröffentlichungen in Sammelbänden und Zeitschriften; seine Arbeitsschwerpunkte sind vor allem: Geschichte der DDR und der deutschen Linken vor 1933. U. a. Veröffentlichungen: Freiheiten ohne Freiheit: Die Deutsche Demokratische Republik (2009); Herausgeber von: Jenny Marx oder: Die Suche nach dem aufrechten Gang (2008), Rosa Luxemburg oder: Der Preis der Freiheit (2010), Rosa Luxemburg: Die Liebesbriefe (2012), Angelica Balabanoff: Lenin oder: Der Zweck heiligt die Mittel (2012).


Michael Wilk

Dr. Michael Wilk, Jg.1956, gelernter Schmied, Arzt und Psychotherapeut. Seit 1976 Mitarbeit im Anarchistischen Forum Wiesbaden und dem Arbeitskreis Umwelt Wiesbaden (AKU) mit. Er ist Aktivist in sozialen und ökologischen Bewegungen wie der Anti-Atomkraft-Bewegung, dem Bündnis der Bürgerinitiativen gegen den Flughafenausbau (Starbahn-West) und Beteiligter an den Libertären Tagen 1987 und 1993 in Frankfurt. In seinen theoretischen Auseinandersetzungen widmet er sich unter anderem den Themen Macht und Herrschaft, sowie Staatskritik. Seiner kritischen Bewertung von Herrschaftskonzepten, unter anderem dem Mediationsverfahren, stellt er Ansätze emanzipativer Strategien gegenüber. Er arbeitete am Trotzdem Verlag und an der Zeitschrift Schwarzer Faden mit und veröffentlichte Beiträge, Reden und Interviews unter anderem in anti atom aktuell, Frankfurter Rundschau, Graswurzelrevolution, Junge Welt und Jungle World. Veröffentlichungen u.a. Macht, Herrschaft, Emanzipation. Aspekte anarchistischer Staatskritik und Soziale Bewegungen im globalisierten Kapitalismus.
 


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