Greg Jackson

Tötet den Bullen in eurem Kopf!

Zur US-amerikanischen Linken, White Supremacy und Black Autonomy

Herausgegeben und übersetzt von Gabriel Kuhn
ISBN 978-3-89771-487-8
Erscheinungsdatum: März 2009
Seiten: 88
Ausstattung: softcover
7,80 €

Beschreibung

Übersetzt und herausgegeben von Gabriel Kuhn.
Trotz der Wahl Barack Obamas zum Präsidenten der USA hat für viele radikale afroamerikanische AktivistInnen die Notwendigkeit eines revolutionären Schwarzen Befreiungskampfs nichts an Aktualität eingebüßt. Ein wichtiger Bezugspunkt für viele der in diesem Kampf engagierten Gruppen – etwa Anarchist People of Color – ist die von 1994 bis 1997 herausgegebene Zeitschrift »Black Autonomy«. Die Herausgeber, Greg Jackson und Lorenzo Komboa Ervin, verpflichteten sich einerseits einem internationalen Klassenkampf und versuchten mit ihrem Konzept einer »Black Autonomy« einen »Black Nationalism« zu überwinden; andererseits kritisierten sie die weiße US-amerikanische Linke unerbittlich für ihren strukturellen Rassismus und betonten die Notwendigkeit unabhängiger Schwarzer Organisation. Greg Jacksons »Autoritäre Linke: Bringt den Bullen in eurem Kopf um!« ist einer der in diesem Zusammenhang erschienenen Schlüsseltexte. In dem vorliegenden Band wird er durch ein rückblickendes Interview Jacksons ergänzt, das auch jüngere Entwicklungen innerhalb der revolutionären Bewegung der USA diskutiert.

Inhalt

Gabriel Kuhn
Einleitung (pdf, 100 kb)

Black Autonomy Collective
Anarchismus + Schwarze Revolution =
neue Autonome Schwarze Politik


Greg Jackson
Autoritäre Linke:
Bringt den Bullen in eurem Kopf um!

Die weiße Linke, die Bürgerrechtsbewegung und der
Schwarze Befreiungskampf | Die weiße Linke und das
Konzept der »Avantgarde-Partei« | Die weiße Linke und
ihre mangelnde Unterstützung nicht-weißer AktivistInnen
| Die weiße Linke und ihre bürgerliche Pseudoanalyse
von »Rasse« und Klasse | Das am Ende Ausschlaggebende
ist: Selbstbestimmung!

Kein Weg als Weg
Interview mit Greg Jackson

Anhang
Eine Einführung in die Federation of Black
Community Partisans (FBCP):
Plattform, Programm und Aktionsentwurf für
eine revolutionäre Schwarze Organisation der
Arbeiterinnenklasse


Rezensionen

"Das Buch ist in mehrfacher Hinsicht zu empfehlen: a) es ist ein wichtiger Beitrag zum Stand der anarchistischen Bewegung weltweit; b) ist es für alle zu empfehlen, die sich für das weitreichende Thema Black Power und Bürgerrechtsbewegung interessieren und c) kann es an alle als Ergänzung empfohlen werden, die bereits Kuhns Buch ‚Neuer Anarchismus’ in den USA mit Interesse gelesen haben und einen weiterführenden Einblick in die (manchmal nicht unkomplizierte) Welt der US-amerikanischen Linken wünschen."
Sebastian Kalicha in GWR, Februar 2010/346

"Das Buch liefert trotz seiner Kürze einen guten Einblick in die aktuellen und historischen Debatten nicht-weißer Anarchisten in Nord-Amerika."
Siehe auch die Rezension von Gerald Whittle, stattweb, Februar 2010

"Greg Jackson macht klar, dass Bündnisse essentiell sind, um bestehende Machtverhältnisse zu verändern, doch um solche tatsächlich eingehen zu können, bedarf es der realpolitischen Aufgabe weißer Vorherr_innenschaft (White Supremacy), der Selbstreflexion und -kritik weißer Aktivist_innen, wie so treffend im Titel des Buches gefordert: der Tötung des Bullens im Kopf. Doch, und dies erscheint mir einer der wichtigsten Punkte Jacksons zu sein, geht es hierbei nicht um „ideologische Masturbation und die Selbstdarstellung politischer Kulte“, sondern um die Anerkennung des Rechtes auf Selbstbestimmung und die Erkenntnis, dass für People of Color und Schwarze Aktivist_innen Theorie und Praxis ineinander fließende, nicht getrennte Bereiche sind, die die Basis des tagtäglichen Überlebenskampfes bilden. (...)
Insgesamt ein kleines, aber feines Büchlein, welches Lust auf mehr Lesestoff – sowohl von Greg Jackson als auch Gabriel Kuhn – macht." Belinda Kazeem, kulturrisse

Lesungen

Lesereise Gabriel Kuhn 2009

Autor*innen

Greg Jackson

Greg Jackson, geb. Gregory Lewis, ist seit Ende der 1980er Jahre im Schwarzen Befreiungskampf und in anarchistischen Zusammenhängen engagiert. Von 1994 bis 1997 war er Herausgeber der Zeitschrift »Black Autonomy«. Er betreibt eine Kampfsportschule in seiner Heimatstadt Seattle.


Black Autonomy Collective

Leser*innenstimmen

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