Wer bestimmt den urbanen Raum?
Daniel Mullis

Recht auf die Stadt

Von Selbstverwaltung und radikaler Demokratie

ISBN 978-3-89771-544-8
Erscheinungsdatum: März 2014
Seiten: 184
Ausstattung: softcover
14,00 €

Beschreibung

Die sozialen Revolten der letzten drei Jahre von Kairo über Athen und New York bis nach Istanbul sowie die zunehmenden Auseinandersetzungen um Wohnraum, Freiräume und Gestaltungsrechte in vielen Städten, haben weltweit – erneut – den Ruf nach einem Recht auf die Stadt laut werden lassen. Dabei wird oftmals explizit auf den französischen Marxisten, Stadtforscher und Philosophen Henri Lefebvre Bezug genommen. Der undogmatische Marxist des 20. Jahrhundert, der in seinen Arbeiten einen sympathischen Spagat zwischen Theorie und Praxis versuchte und dabei darauf bedacht war, diese Aspekte nicht getrennt zu denken, entwarf in seinen unzähligen Schriften einen Theoriekomplex, der auf gesellschaftliche Bewegung und Praxis reagiert, sie vorwegnimmt und gar in emanzipatorischer Weise befördern sollte.

»Fazit: Ein Buch, das sich lohnt, gelesen zu werden, um über Alternativen zu den herkömmlichen Konzepten politischer Praxis und Beteiligung nachzudenken.«                             Detlef Baum, socialnet, 16.09.2014

Recht auf die Stadt ist bei Lefebvre somit weit mehr als der Kampf um die aktuelle Stadt. Doch was steht hinter dieser 1968 ausgerufenen Parole, wie ist sie in Lefebvres Ideen zu Stadt und Raum eingebunden, was können seine Konzepte heute noch leisten und welche emanzipatorischen Perspektiven bieten sie? Diesen Fragen wird ausgehend von der Konfrontation Lefebvres mit dem Ansatz der radikalen Demokratie nach Ernesto Laclau und Chantal Mouffe nachgegangen, um daraus Antworten für ein aktivistisches und praxisorientiertes Recht auf die Stadt zu gewinnen.

Autor*in

Daniel Mullis

Daniel Mullis ( Jg. 1984) studierte nach einer Berufsausbildung in Bern und Frankfurt/M. Geographie und Geschichte. Er beschäftigt sich insbesondere mit der Neoliberalisierung des Städtischen, politischer  Theorie und sozialen Bewegungen. Der Autor ist aktiv in politischen Zusammenhängen, die sich mit Stadt- und Krisenpolitik befassen, sowie im AK Kritische Geographie.


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