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Ein »jüdischer David Irving«?

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Beschreibung

DISS - Backlist
lieferbar ab 1.1.2004
„Die Holocaust-Industrie“ von Norman G. Finkelstein hat in den Medien große Resonanz erfahren. Er verleiht der bei Antisemiten beliebten These akademische Weihen, nach der jüdische Eliten verdächtigt werden, mit der Erinnerung an die Vernichtung der europäischen Juden ein Geschäft und pro-israelische Politik zu machen. Wie schon bei der Walser-Debatte 1998/99 zeigt sich erneut ein Rechtsdruck in die ‚Mitte’ und ein Rechtsruck der ‚Mitte’. Die extreme Rechte jubelt über Finkelstein als „jüdischen David Irving“. Die Dokumentation von Artikeln aus deutschsprachigen rechten Print-Medien und Homepages ergibt ein themenzentriertes Dossier der rechtsextremen Publizistik. Es zeigt, wie antisemitische Propaganda heute funktioniert. Die ausführliche Einleitung befasst sich nicht nur mit Finkelstein, sondern auch mit der rechtsextremen Publikationslandschaft.

Daniel J. Goldhagen:

"Gegen Finkelstein wenden sich in Deutschland diejenigen, die die neonazististische Rechte am entschiedendsten entlarven und bekämpfen. Ihre Erörterung der Tatsache, dass die Neonazis Finkelstein für sich vereinnahmen, findet sich in Martin Dietzsch und Alfred Schobert (Hg.), Ein "jüdischer David Irvng"? Norman G. Finkelstein im Diskurs der Rechten - Erinnerungsabwehr und Antizionismus, Duisburg 2001. Ihre sorgfältig dokumentierte Untersuchung über die Wirkung von Finkelsteins Die Holocaust-Industrie zeigt, dass es sich für die Rechtsradikalen und Neonazis als Segen erwiesen hat. Antisemiten jubeln über Finkelsteins Angriffe auf die Juden. Der notorische Holocaust-Leugner Ernst Zuendel spricht in einer überschwänglichen Huldigung an Finkelstein von einem "jüdischen David Irving". Finkelstein leugnet nicht, dass es einen Holocust gegeben hat, doch indem er Juden angreift, weil sie es wagen, für die von ihnen erlittenen Schäden Entschädigung zu verlangen, versetzt er, laut Zuendel, der Judenschaft dennoch einen Schlg, wie ihn ähnlich Irvng ausgeteilt hatte. Die Verfasser der Studie kommen zu dem Schluss, Finkelstein untergrabe die Erinnerung an den Holocaust. Er füge den noch lebenden Opfern des Holocaust Schaden zu. Er "[leitet] Wasser auf die Mühlen der extremen Rechten" (S. 6).
(Daniel J. Goldhagen: Die katholische Kirche und der Holocaust. Eine Untersuchung über Schuld und Sühne, S. 393)

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