DemoPunk, Kritik & Praxis (Hg.)

indeterminate! kommunismus

texte zur ökonomie, politik und kultur

ISBN 978-3-89771-434-2
Erscheinungsdatum: Juni 2005
Seiten: 352
Ausstattung: softcover
18,00 €

Beschreibung

Eine Debatte um Kommunismus als wirkliche Bewegung.
International aktive AutorInnen diskutieren Aktualität, Möglichkeit, Kritik und Utopie einer radikal antikapitalistischen Gesellschaftskritik und -form auf der Höhe der Zeit.
»Indeterminate!« ist ein Aufruf, Determinismen zu zerlegen, Unmögliches zu fordern, Geschichte zu gefährden. Dass die bestehende Gesellschaft nicht das natürliche happy end der geschichtlichen Entwicklung ist, sondern aus vielen guten Gründen überwunden werden muss, ist klassischer Bestandteil emanzipatorischer Philosophie und Politik, emanzipatorischen Kunst- und Kulturschaffens. Noch immer gilt die kritische Erkenntnis, dass der Kapitalismus diejenigen Qualitäten zugleich bereitstellt und blockiert, die eine freie und gerechte Gesellschaft virtuell ermöglichen. Der vorliegende Sammelband ist Debatte um Kommunismus als »wirkliche Bewegung, welche den jetzigen Zustand aufhebt« (Marx), darum, Kommunismus in der ökonomischen, politischen und künstlerischen Praxis hervortreten zu lassen. Dabei wird von der Frage ausgegangen, wie die Notwendigkeit des Nachdenkens über grundlegende gesellschaftliche Alternativen wieder ins öffentliche Bewusstsein gerückt werden kann, ohne dabei von der Suche nach Eingriffspunkten für die Praxis abzusehen.


Aus dem Inhalt:

I. Die Aktualität des Kommunismus

Stefanie Graefe
Soziale Kämpfe und transversales Begehren
Oder: Why Study Communism - The Question of the Subject

Jacques Rancière
Von der Aktualität des Kommunismus zu seiner Inaktualität

Slavoj Žižek
Der parallaktische Blick auf den Kommunismus

Christoph Weismüller
Medienkommunismus

II. Kommunismus und Demokratie

Alex Demirovic
Radikale Demokratie und der Verein freier Individuen

Oliver Marchart
Don Alejandros Problem
Zum Verhältnis von Souveränität,Repräsentation und radikaler Demokratie

Simon Critchley
»Come build in the Empty House of the State«

Rado Riha/Jelica Šumiè
Kommunismus als Gemeinschaft ›für alle‹

DemoPunK (Frankfurt am Main)
Die ankommende Demokratie
Überlegungen zu Kommunismus und radikaler Demokratie

III. Kommunismus und Subjekt

Reinhard W. Sonnenschmidt
Kommunismus
Oder: »Die Unsterblichkeit ist nicht jedermanns Sache«

Thomas Seibert
Subjektives ohne Subjekt
Praktische Philosophie in der Postmoderne

Stephan Moebius/Dirk Quadflieg
Ambivalente Freiheit
Praktiken des Widerstands und leidenschaftliches Verhaftetsein bei Judith Butler

Yoshihiko Ichida
Von einem Subjekt zum anderen
Sind wir in der Politik alle Schmittianer?

Frank Meier (DemoPunK Düsseldorf)
Ethik der Schwäche
Zu Judith Butlers offener Frage nach dem Anderen

IV. Kritik im Empire

Esra Erdem
Ökonomische Subjektpositionen und Aktivismus in MigrantInnen-Communities

Manuela Bojadzijev/Serhat Karakayali/Vassilis Tsianos
Das Rätsel der Ankunft
Von Lagern und Gespenstern

Joachim Hirsch
Vom Veralten des Kapitalismus und der Notwendigkeit einer anderen Gesellschaft

Thomas Atzert
Multitudes
Über immaterielle Arbeit und Biopolitik

Nadja Rakowitz
Kommunismus ohne Produktion?

Christoph Görg
Kein Kommunismus jenseits der Natur
›Chiffre K‹ und die Gestaltung der Naturverhältnisse

Thomas Lemke
Kommunismus und Körper
Gene, Recht und Verantwortung

V. Widerständige Praxis

Frigga Haug
Philosophie der Praxis
Einige Weisen, feministisch an Gramsci anzuknüpfen

Ulrich Brand
Philosophie der Praxis als ›Strukturwissen‹ emanzipativen Handelns
Zur unterschätzten Bedeutung institutioneller Herrschaft

Ben Watson
Kritik und Utopie

Kritik und Praxis Berlin
Kommunismus und politische Praxis

Isabelle Graw
Kunst und Kapitalismus
›Es geht kein Weg an der Aneignung vorbei‹

LIGNA
The Revolution cannot be televised?
The Revolution must be produced!
Medienpolitische Möglichkeiten

Autor_innen

DemoPunk

Bei dem Verein zur Förderung demokratischer Politik und Kultur (DemoPunK) e.V. handelt es sich um eine Initiative von Studierenden, die bundesweit tätig ist. Der Verein bietet an der Schnittstelle von Politik und Kultur Weiterbildungsveranstaltungen, kulturelle und künstlerische Projekte sowie Texte und Publikationen an. DemoPunK ist ein Zusammenschluss von Menschen mit unterschiedlichen politischen oder künstlerischen Biographien und differenten oder sich widersprechenden konzeptionellen und politischen Ansätzen und Vorstellungen. Er macht sich zur Aufgabe, die Diskussion und den Austausch dieser unterschiedlichen Strömungen, Fraktionen und Friktionen zu organisieren. Daher fußt die inhaltliche Arbeit des Vereins auf dem Prinzip des Pluralismus. Pluralismus, der für gewöhnlichen immer dann eingefordert wird, wenn sich eine Fraktion, Strömung oder theoretische Schule innerhalb einer Organisation oder Institution in der Minderheit befindet, begreifen wir demgegenüber als Zweck an sich: Pluralismus trägt als Kern den Willen und den Wunsch in sich, unterschiedliche theoretische Ansätze und kulturelle Praktiken als Werkzeuge zur Kritik der Gegenwart gegeneinander produktiv zu machen, statt sich in kurzsichtigen Grabenkämpfen zu verlieren.

http://www.demopunk.de


Kritik & Praxis

Die Gruppe Kritik&Praxis Berlin ( www.kp-berlin.de ) versteht sich als antikapitalistisches Projekt, das versucht, theoretisch fundierte Positionen zu erarbeiten und mit praktisch eingreifender Politik zu verbinden. Kritische Theorie und kritische Praxis sind existenziell aufeinander verwiesen, auch wenn real Welten sie trennen. Es gilt zu sichten, welche Theorie sich selbst als ›eingreifende‹ zur Aufhebung des Bestehenden, sich selbst als Teil der Praxis der Subversion versteht, und welche Argumente sie anführt, zentrale Bestimmungen des herrschenden Kapitalismus zu treffen. Die KP versteht ihre Aufgabe im Feld der politischen/sozialen Bewegungen und Theorien als ›kommunistisch‹ in Marx’ Sinne: Sie begibt sich hinein und versucht zu radikalisieren – gerade hierfür jedoch ist die Begründung von Radikalität entscheidend.


Alex Demirović

Alex Demirovic, Privatdozent u.a. an den Universitäten Wuppertal, Frankfurt am Main und Bern, arbeitete zuvor am Institut für Sozialforschung in Frankfurt. Zahlreiche Veröffentlichungen zu Staats- und Hegemonietheorie, Demokratie, Rassismus und zur Kritischen Theorie.

Der Verein zur Förderung demokratischer Politik und Kultur (DemoPunK) e.V. bietet an der Schnittstelle von Politik und Kultur Weiterbildungsveranstaltungen, kulturelle und künstlerische Projekte sowie Texte und Publikationen an. DemoPunK ist ein Zusammenschluss von Menschen mit unterschiedlichen politischen oder künstlerischen Biographien und differenten oder sich widersprechenden konzeptionellen und politischen Ansätzen und Vorstellungen. Die inhaltliche Arbeit des Vereins fußt auf dem Prinzip des Pluralismus. Pluralismus, der für gewöhnlichen immer dann eingefordert wird, wenn sich eine Fraktion, Strömung oder theoretische Schule innerhalb einer Organisation oder Institution in der Minderheit befindet, begreifen wir demgegenüber als Zweck an sich: Pluralismus trägt als Kern den Willen und den Wunsch in sich, unterschiedliche theoretische Ansätze und kulturelle Praktiken als Werkzeuge zur Kritik der Gegenwart gegeneinander produktiv zu machen, statt sich in kurzsichtigen Grabenkämpfen zu verlieren.


Nadja Rakowitz

Nadja Rakowitz arbeitet derzeit am Institut für Medizinische Soziologie in Frankfurt am Main und in der Redaktion des ›express. Zeitung für sozialistische Betriebs- und Gewerkschaftsarbeit‹. Sie ist Mitglied der Marx-Gesellschaft und hat beim ca ira-Verlag ihre Dissertation zum Thema ›Einfache Warenproduktion. Ideal und Ideologie‹ veröffentlicht.


Thomas Atzert

Thomas Atzert ist Übersetzer und Journalist und lebt in Frankfurt am Main. In den 1990er Jahren war er politisch in den Wohlfahrtsausschüssen aktiv und Redakteur der Zeitschrift ›Die Beute‹. Mit zahlreichen Veröffentlichungen, etwa dem Sammelband ›Umherschweifende Produzenten. Immaterielle Arbeit und Subversion› (1998), beteiligte er sich an der Diskussion über die Produktions- und Lebensweisen im Postfordismus. Von 2001 bis 2003 war er Redakteur der Zeitschrift ›Subtropen‹. Zurzeit gehört er einer Untersuchungsgruppe zur politisch-theoretischen Kartographie des metropolitanen Raums Rhein-Main an. Jüngste Veröffentlichungen: Übersetzer von Michael Hardt/Antonio Negri, ›Empire‹ (gemeinsam mit Andreas Wirthensohn) sowie Antonio Negri, ›Rückkehr‹, Herausgeber (gemeinsam mit Jost Müller) von ›Kritik der Weltordnung‹ und von ›Immaterielle Arbeit und imperiale Souveränität‹.


Manuela Bojadzijev

Manuela Bojadzijev, Serhat Karakayali und Vassilis Tsianos leben in Frankfurt und machen Politik und Theorie im bundesweiten antirassistischen Netzwerk Kanak Attak und im europaweiten Netzwerk frassanito.


Ulrich Brand

Ulrich Brand, Geb. 1967, arbeitet am Fachgebiet Globalisierung & Politik der Universität Kassel, koordiniert den wissenschaftlichen Beirat von Attac Deutschland und ist Mitglied in der Bundeskoordination Internationalismus (BUKO).
Mitautor der Studie ›Global Governance. Möglichkeiten und Grenzen von Alternativen zur neoliberalen Globalisierung‹ (2000) und Mitherausgeber von ›Reflexionen einer Rebellion. Chiapas und ein anderes Politikverständnis‹ (2002). Veröffentlichungen zu Nichtregierungsorganisationen, global governance und postfordistischen Naturverhältnissen.


Simon Critchley

Simon Critchley ist Professor für Philosophie an der Graduate Faculty der New School University in New York, an der University of Essex und Directeur de Programme am Collège International de Philosophie Paris. Zahlreiche Veröffentlichungen zu Ethik, Dekonstruktion, Politikbegriffen und Demokratie. Zurzeit arbeitet er zu Humor, Ethik und Poesie.


Esra Erdem

Esra Erdem ist Doktorandin am Fachbereich für Ökonomie an der Universität Massachusetts in Amherst. Ihr Hauptforschungsinteresse liegt in der politischen Ökonomie der Migration. Ihre Arbeit stellt eine unter Verwendung eines poststrukturalistisch-marxistischen Ansatzes vorgenommene Klassenanalyse der (bezahlten und unbezahlten) Arbeitsverhältnisse von anatolisch-deutschen Frauen in Berlin dar. Gemeinsam mit Ceren Özselçuk ist sie außerdem zurzeit beteiligt an einem Forschungsprojekt zur politischen Ökonomie der Vertreibung der kurdischen Bevölkerung in der Türkei seit Mitte der 90er Jahre. Sie ist politisch aktiv in einem Zusammenschluss migrantischer Frauen in Berlin. Veröffentlichungen zu Entwicklungspolitik, politische Ökonomie des Rassismus, Rassismus und gender.


Christoph Görg

Christoph Görg: Studium der Soziologie, Politikwissenschaft und Philosophie in Frankfurt/Main; Diplomsoziologe, Dr.phil., Priv.Doz. in Soziologie. Nach Lehrstuhlvertretungen in Kassel und Frankfurt/Main seit November 2004 am Umweltforschungszentrum Leipzig beschäftigt. Redaktionsmitglied der Zeitschrift für kritische Theorie. Politisch aktiv im www.links-netz.de und in der Assoziation für kritische Gesellschaftsforschung. Arbeitsschwerpunkte: Staats- und Regulationstheorie, Theorien gesellschaftlicher Naturverhältnisse und internationale Umweltpolitik, insbesondere Biodiversitätspolitik. Letzte Buchveröffentlichungen: Regulation der Naturverhältnisse. Zu einer kritischen Theorie der ökologischen Krise, Münster 2003; Postfordistische Naturverhältnisse. Konflikte um genetische Ressourcen und die Internationalisierung des Staates, zusammen mit Uli Brand, Münster 2003.


Stefanie Graefe

Stefanie Graefe ist Soziologin und Autorin, unterrichtet an der Universität Hamburg und ist Redakteurin bei ›ak-analyse und kritik‹ und ›Fantômas – Magazin für linke Debatte und Praxis‹. Ihre Schwerpunkte sind u.a. Biopolitik als Machtanalytik, ›Neue‹ Eugenik und ›Klassen‹-fragen.


Isabelle Graw

Isabelle Graw lebt als Kunstkritikerin in Berlin. 1990 gründete sie gemeinsam mit Stefan Germer die Zeitschrift ›Texte zur Kunst‹, deren Herausgeberin und Redakteurin sie seither ist. Tätigkeit als Autorin unter anderem für ›Wolkenkratzer Art Journal‹, ›Flash Art‹, ›Artis‹, ›artforum‹ und für zahlreiche Ausstellungskataloge. Sie ist außerdem Professorin für Kunsttheorie an der Städelschule Frankfurt.


Frigga Haug

Frigga Haug ist Soziologin und Philosophin und eine wichtige Theoretikerin des marxistischen Feminismus. Bis 2001 war sie Professorin für Soziologie an der Hamburger Universität für Wirtschaft und Politik. Sie hatte Gastprofessuren in Kopenhagen, Innsbruck, Klagenfurt, Sydney, Toronto und Durham. Frigga Haug ist Mitherausgeberin der Zeitschrift ›Argument‹ und Geschäftsführerin des Argument Verlags. Von ihr stammen zahlreiche Veröffentlichungen zu kritischer Psychologie, Feminismus und Marxismus.


Yoshihiko Ichida

Yoshihiko Ichida ist Professor an der Fakultät für interkulturelle Studien an der Kobe University, Osaka. Mitglied der Redaktion der Zeitschrift ›Multitudes‹ in Paris. Zahlreiche Veröffentlichungen in japanischer und französischer Sprache zu moderner politischer Philosophie, marxistischer Ökonomietheorie und insbesondere zu Louis Althusser, wie etwa das Buch ›Tôsô no Shikô‹ (Gedanken über den Kampf, Tokyo, 1993), und Artikel in den ›Multitudes‹ und in ›Futur antérieur‹. Übersetzer von Louis Althussers ›Ecrits philosophiques et polotiques‹, 2 Ausgaben, und von Paul Virilios ›Vitesse et politque‹ ins Japanische.


Elke Lachert

Elke Lachert studierte Politikwissenschaft, Philosophie und Übersetzungswesen.
Sie lebt und arbeitet in Berlin als freie Projektmitarbeiterin zu den Themenschwerpunkten Inklusion/Exklusion und postmoderne Ethik.


Frank Meier

Wissenschaftlicher Mitarbeiter im Dekanat der Philosophischen Fakultät der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf.


Thomas Lemke

Thomas Lemke lebt in Frankfurt am Main und ist Mitarbeiter des Instituts für Sozialforschung. Seine Arbeits- und Forschungsschwerpunkte sind Gesellschaftstheorie, politische Theorie, Organisationssoziologie, Biopolitik, Gen- und Reproduktionstechnologien. Mitglied des BIOS-Forschungsverbundes, des History of the Present-Netzwerks, des Gen-Ethischen Netzwerks und der Sektion Kultursoziologie der Deutschen Gesellschaft für Soziologie. Tätigkeit als freier Journalist für diverse Tages- und Wochenzeitungen.


Oliver Marchart

Oliver Marchart, Studium der Philosophie an der Universität Wien, sowie der politischen Theorie und Diskursanalyse an der University of Essex. 1999 Promotion zum Dr.phil. in Philosophie an der Universität Wien mit einer Dissertation zur Theorie und imaginären Kartographie von Kultur und Medien. 2003 Promotion zum Doctor of Philosophy am Government Department der University of Essex bei Prof. Ernesto Laclau mit einer Dissertation zum Thema „Politics and the Political. An Inquiry into Post-Foundational Political Thought“ (Gutacher: Simon Critchley und Étienne Balibar). 2001-2002 wissenschaftlicher Berater und Leiter des Education Project der Documenta11. Seit 1998 Lehraufträge u.a. an den Instituten für Philosophie und für Politikwissenschaften der Universitäten Wien und Innsbruck, an verschiedenen Kunsthochschulen, sowie an der Essex Summer School in Social Science Data Analysis and Collection. Von 2001 bis Mai 2006 wissenschaftlicher Assistent im Institut für Medienwissenschaften der Universität Basel. Seit Juli 2006 SNF-Förderungsprofessor am Soziologischen Seminar der Universität Luzern. Fellowships: 1995 Research Fellow am Centre for Theoretical Studies der University of Essex; 1997/1998 Junior Fellow am Internationalen Forschungszentrum Kulturwissenschaft (IFK) Wien; 2005 Fellow am Columbia University Institute for Scholars at Reid Hall und der École des Hautes Études en Sciences Sociales, Maison des Sciences de l'Homme, Paris.


Stephan Moebius

Stephan Moebius ist Lehrbeauftragter am Institut für Soziologie an der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg und Mitglied der Themenredaktion ›Geschichte der Sozialwissenschaften‹ der Zeitschrift ›Sozial.Geschichte. Historische Analysen des 20. und 21. Jahrhunderts‹. Seine Veröffentlichungen umfassen u.a. Studien zu den Zusammenhängen von ›Postmoderner Ethik und Sozialität‹ (2001), Georg Simmel (2002) und zum Verhältnis von poststrukturalistischer Philosophie und Sozialwissenschaften. Zurzeit arbeitet er an einem DFG-geförderten Forschungsprojekt über die Soziologie- und Wirkungsgeschichte des ›Collège de Sociologie‹ in Paris.


Dirk Quadflieg

Dirk Quadflieg ist Lehrbeauftragter im Studiengang Philosophie an der Universität Bremen. Zurzeit arbeitet er an einer Dissertation über einen ›Denkraum zwischen Hegel, Wittgenstein und Derrida‹. Seine Arbeitsschwerpunkte sind Verbindung von Erkenntnistheorie, Ontologie und Sprachphilosophie, deutscher Idealismus, Philosophie des 20. Jahrhunderts, insbesondere zeitgenössische französische Philosophie, kritische Theorie und Psychoanalyse.


Jacques Rancière

Jacques Rancière ist emeritierter Professor für Philosophie und Kunsttheorie an der Universität Paris VIII. Seine Arbeits- und Forschungsschwerpunkte sind die Begriffe der Emanzipation und der Politik, das Verhältnis von Kunst und Philosophie und ästhetische Theorie. Zu seinen wichtigsten Werken zählen ›La Leçon d'Althusser‹ (1974), ›La Nuit des prolétaires‹ (1981), ›Le Maître ignorant‹ (1987), ›Les Noms de l'histoire‹ (1992, dt.: ›Die Namen der Geschichte‹, 1994), ›Politik der Wahrheit‹ (mit A. Badiou, R. Riha, , J. Sumič, 1996), ›Aux bords du politique‹ (1998), ›Le Partage du sensible. Esthétique et politique‹ (2000) sowie ›La Mesentente‹ (2000, dt. ›Das Unvernehmen‹, 2002)


Thomas Seibert

Thomas Seibert: Geb. 1957, lebt in Frankfurt. Er ist Philosoph, Redakteur von Fantômas – Magazin für linke Debatte und Praxis (www.akweb.de) und gegenwärtig Aktivist in den globalisierungskritischen Bewegungen. Jüngste Buchveröffentlichung: Die Konstellation der europäischen Ideologie. In: Atzert, Thomas; Müller, Jost: Immaterielle Arbeit und imperiale Souveränität. Analysen und Diskussionen zu Empire, Münster 2003.


Reinhard Sonnenschmidt

Reinhard W. Sonnenschmidt ist derzeit wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Politikwissenschaft der Universität Duisburg-Essen, dort Vorsitzender des Instituts für Religionspolitologie. Seine Forschungsschwerpunkte sind Politische Philosophie, Neue religiöse und ideologische Gemeinschaften und Psychogruppen, Religionspolitologie, Ethnologie. Veröffentlichungen u.a. zu politischer Gnosis und zu Hegel.


Jelica Sumič

Jelica Sumič ist zurzeit Senior Research Fellow am Institut für Philosophie des Centre for Scientific Research der Slowenischen Akademie der Wissenschaft und Künste in Ljubljana und Professorin für Philosophie an der Universität Ljubljana. Zuvor Gastprofessorin an der Universität Paris VIII und Fellow am Centre for Theoretical Studies in the Humanities and Social Sciences (University of Essex). Sie leitete (gemeinsam mit Rado Riha) eine Reihe von Konferenzen am Collège International de Philosophie in Paris. Zahlreiche Lehraufträge in Frankreich, Großbritannien, Italien, Österreich, Kanada und Deutschland. Veröffentlichungen zu Demokratietheorie, Rechtstheorie, Psychoanalyse und Performativität.


Ben Watson

Ben Watson ist freier Journalist und lebt in London. Zu seinen Veröffentlichungen zählen ›Frank Zappa: The Negative Dialectics Of Poodle Play‹ (1994), ›Art, Class & Cleavage: Quantulumcunque Concerning Materialist Esthetix‹ (1998) und ›Derek Bailey & The Story Of Free Improvisation‹ (2004).


Christoph Weismüller

Christoph Weismüller ist Privatdozent am Philosophischen Institut der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf, Leiter des Instituts für philosophische Beratung und Pathognostik in Düsseldorf, ständiger Lehrbeauftragter an der Fachhochschule Düsseldorf, Dozent und zweiter Vorsitzender von Psychoanalyse und Philosophie e. V., Dozent in der Erwachsenenbildung in den Fachbereichen Psychologie sowie Musik, sowie Leiter der Zeitschriftenredaktion Psychoanalyse und Philosophie sowie des PERAS VERLAGs. Zahlreiche Veröffentlichungen zu Pathognostik, Richard Wagner, Jean-Paul Sartre.


Slavoj Žižek

Slavoj Žižek ist Dozent am Institut für Soziologie und Philosophie an der Universität Ljubljana. Gastprofessuren in Paris, Buffalo, Minnesota, New Orleans, New York, Princeton, Michigan und Washington. Gründer und Präsident der Gesellschaft für Theoretische Psychoanalyse, Ljubljana. Während der 80er Jahre war er politisch aktiv in der alternativen Bewegung in Slowenien, Kandidat für die Präsidentschaft der Republik Slowenien in den ersten Mehrparteienwahlen in Slowenien 1990, Botschafter für Wissenschaft der Republik Slowenien 1991. Zahlreiche Veröffentlichungen, u.a.: ›Das sublime Objekt der Ideologie‹, ›Das fragile Absolute‹, ›Die Tücke des Subjekts‹, ›Die Furcht vor echten Tränen‹, ›Die gnadenlose Liebe‹ und ›Die Revolution steht bevor‹.


Rado Riha

Rado Riha ist Professor für Philosophie an der Universität Ljubljana, Slowenien. Veröffentlichungen und internationale Lehraufträge zu Psychoanalyse, Wahrheitstheorien und Ethik. Übersetzer der Schriften Immanuel Kants ins Slowenische. Auf deutsch verfügbare Publikationen: ›Reale Geschehnisse der Freiheit‹ (1993) sowie ›Politik der Wahrheit‹ (1997, gemeinsam mit Alain Badiou, Jacques Rancière und Jelica Sumič).


Joachim Hirsch

Joachim Hirsch ist emeritierter Professor für Politikwissenschaft an der Universität Frankfurt am Main, Mitglied der Redaktion ›links-netz‹ und Vorstandsmitglied der Hilfs- und Menschenrechtsorganisation medico international. Zahlreiche Veröffentlichungen zu den Themen Kapitalismustheorie, Staatstheorie, Internationale Politische Ökonomie.


LIGNA

Die freie Radiogruppe LIGNA existiert seit 1995. Sie besteht aus den Medientheoretikern und Radiokünstlern Ole Frahm, Michael Hüners und Torsten Michaelsen, die seit 1992, bzw. 1995 und 1993 im Freien Sender Kombinat (FSK), einem freien, d.h. nicht-kommerziellen, lokalem Radio in Hamburg, arbeiten. In performativen Interventionen und Installationen untersucht LIGNA die Bedeutung der Zerstreuung im Radio bzw. des Radios. Sie entwickeln Modelle anderer, performativer Radionutzungen wie das ›Radioballett‹ und erweitern mit ihren Theater- und Performancearbeiten die Rolle der Rezipienten im öffentlichen Raum. Ihre Arbeiten wurden mehrfach mit internationalen Preisen ausgezeichnet.
www.ligna.blogspot.com


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