Siegfried Jäger, Rolf van Raden (Hg.)

Im Griff der Medien

Krisenproduktion und Subjektivierungseffekte

ISBN 978-3-89771-758-9
Erscheinungsdatum: Oktober 2011
Seiten: 240
Reihe: Edition DISS Band: 29
Ausstattung: softcover
24,00 €

Beschreibung

Fundierte Kritik der medialen Mächtigkeit
in der modernen Kommunikationsgesellschaft

Gegenwärtige Medienkritik thematisiert nicht nur den Einfluss von Medien auf politisch-soziale Diskurse sowie umgekehrt den Einfluss dieser Diskurse auf die Medien. Darüber hinaus spielt das, was in Medien gesagt werden kann, eine wichtige Rolle für das Wissen der Menschen, für ihre Selbstbilder und ihre Handlungsspielräume – kurz: für das, was die Sozialwissenschaft als Subjektivierung bezeichnet.
Im vorliegenden Band untersuchen namhafte WissenschaftlerInnen und Journalisten das schwierige Verhältnis von medialer Öffentlichkeit und Massenbewusstsein. Die Beiträge widmen sich nicht nur klassischen Nachrichtenmedien, sondern auch Jugendzeitschriften, Ratgeberliteratur, ikonografischen Darstellungen und Computerspielen.

Autor_innen

Siegfried Jäger

Siegfried Jäger, Prof. Dr., lehrt Sprachwissenschaft an der Universität Duisburg und ist Leiter des Duisburger Instituts für Sprach- und Sozialforschung (DISS).

Weitere Buchveröffentlichungen u.a.: (Hrsg. mit Christoph Butterwegge) Rassismus in Europa. 2. Aufl., Köln 1993; (Hrsg. mit Christoph Butterwegge) Europa gegen den Rest der Welt. Köln 1993; (Hrsg. mit Jürgen Link) Die vierte Gewalt. Rassismus und die Medien. Duisburg 1993; Der Großregulator. Analyse der Bildberichterstattung über den rassistisch motivierten Terror und die Fahndung nach der RAF im Sommer 1993. Duisburg 1993; (Hrsg. mit M. Jäger) Studien zu Rechtsextremismus und (Neo-)Konservatismus. Duisburg 1995; BrandSätze. Rassismus im Alltag. 4. Aufl., Duisburg 1996; Kritische Diskursanalyse. 4. erw. Aufl., Duisburg/Münster 2004; (gemeinsam mit M. Jäger) Gefährliche Erbschaften. Die schleichende Restauration rechten Denkens. Berlin 1999; (Hrsg. mit Alfred Schobert) Weiter auf unsicherem Grund. Faschismus, Rechtsextremismus, Rassismus. Kontinuitäten und Brüche, Duisburg 2000.


Rolf van Raden

Rolf van Raden ist Literatur- und Sozialwissenschaftler und Mitarbeiter des Duisburger Instituts für Sprach- und Sozialforschung (DISS). Außerdem publiziert er als freier Journalist. Seine Forschungsschwerpunkte sind Diskursanalyse, Psychiatriegeschichte, Verschränkung von politisch-sozialen, medizinischen und literarischen Diskursen.

Veröffentlichungen:
Patient Massenmörder. Der Fall Ernst Wagner und die biopolitischen Diskurse, Münster: Unrast 2009;
Psychiatrie der Prävention. Diskursverschränkungen von Medizin und Sicherheit. In: Kriminologisches Jour- nal 4/2010, 289-302;

Mehrere Beiträge in: Marius Babias/Florian Waldvogel (Hg.): Freedom of Speech. Köln: Walther König 2011;
Tradierte Aussagesysteme. Psychiatrie und Biomedizin als Diskurs und politische Praxis. In: S. Dickel/M. Franzen/ Ch. Kehl (Hg.): Herausforderung Biomedizin – Gesellschaftliche Deutung und soziale Praxis. Bielefeld: Transcript 2011.


Margarete Jäger

Dr. Margarete Jäger ist Kulturwissenschaftlerin und stellvertretende Leiterin des Duisburger Instituts für Sprach- und Sozialforschung (DISS). Ihre Forschungsschwerpunkte sind Studien zu Politik-, Medien- und Alltagsdiskursen, insbesondere in Bezug auf Gender, Rassismus, Migration, Rechtsextremismus und Krieg.
Jüngere Veröffentlichungen: 2011: Krieg ohne Ende: Afghanistan und die Medien
in: Rolf van Raden / Siegfried Jäger (Hg.): Im Griff der Medien.
Krisenproduktion und Subjektivierungseffekte, edition DISS, Münster: Unrast;

2010: Rassismus und Normalität im Alltagsdiskurs. Anmerkungen zu einem paradoxem Verhältnis, in:
Anne Broden / Paul Mecheril (Hg.): Rassismus bildet. Bildungswissenschaftliche Beitrage zu Normalisierung und Subjektivierung in der Migrationsgesellschaft, Bielefeld: Transcript;

2008: Deutungskämpfe. Theorie und Praxis Kritischer Diskursanalyse, Wiesbaden: VS (zusammen mit Siegfried Jäger).


Regina Wamper

Regina Wamper, M.A., Germanistin, Politikwissenschaftlerin und Mitarbeiterin am Duisburger Institut für Sprach- und Sozialforschung (DISS). Sie forscht diskursanalytisch und veröffentlicht hauptsächlich zu den Themen Neonazismus, intellektuelle extreme Rechte und christliche Rechte. Unterstützt von der Rosa Luxemburg Stiftung promoviert sie zu "Geschlechterbilder der extremen Rechten". Sie ist Autorin des Buches Das Kreuz mit der Nation, edition DISS, Münster: Unrast 2008


Markus Wrbouschek

Markus Wrbouschek, Wien, Diplom-Psychologe und Philosoph, Doktorand an der Universität Wien, wiss. Mitarbeiter am Institut für Kulturpsychologie und qualitative Sozialforschung (ikus).


Daniel Weigl

Daniel Weigl ist Student der Kultur- und Sozialanthropologie und Psychologie an der Universität Wien und Mitglied des Instituts für Kulturpsychologie und qualitative Sozialforschung (ikus). Seine momentanen Forschungsschwerpunkte sind Orientalismen in Österreich sowie die Interaktion von Erklärungssystemen zu Krankheit und Heilung bei transformativen Ritualen.


Andreas Zumach

Andreas Zumach ist Journalist und Publizist. Seit 1998 arbeitet er als internationaler Korrespondent am UNO-Hauptsitz in Genf für die tageszeitung (taz), den ARD-Hörfunk und andere Medien. Im Jahr 2009 wurde ihm der Göttinger Friedenspreis verliehen.


Jürgen Link

Prof. Dr. phil. Jürgen Link ist Literatur- und Kulturwissenschaftler an der Universität Dortmund und Herausgeber der „zeitschrift für angewandte diskurstheorie kultuRRevolution“. Arbeitsschwerpunkte: Angewandte Diskurstheorie, Kollektivsymboltheorie, Theorie des Normalismus. Neueste Veröffentlichungen: Versuch über den Normalismus. Wie Normalität produziert wird, 3., ergänzte, überarbeitete und neu gestaltete Aufl. 2006, Göttingen: Vandenhoeck & Ruprecht.


Jobst Paul

Jobst Paul ist promovierter Sprach- und Literaturwissenschaftler und wissenschaftlicher Mitarbeiter des Duisburger Instituts für Sprach- und Sozialforschung (DISS). Seine Arbeitsschwerpunkte sind die ideologischen Grundlagen westlicher Ausgrenzungskonstrukte. Er veröffentlichte Bücher und zahlreiche Aufsätze zur Ethik, u.a. zum Menschenbild in den Biowissenschaften. 2005/06 leitete er das Forschungsprojekt ›Staat, Nation, Gesellschaft‹, das sich mit den gesellschaftspolitischen Interventionen der deutsch-jüdischen Publizistik im 19. Jahrhundert beschäftigte. Derzeit koordiniert er das Editionsprojekt ›Deutsch-jüdische Autoren des 19. Jahrhunderts. Schriften zu Staat, Nation, Gesellschaft‹.


Gabriel Kuhn

Gabriel Kuhn, geb. 1972 in Innsbruck, ist seit den späten 1980er Jahren in anarchistischen Zusammenhängen aktiv und lebt als Autor und Übersetzer in Stockholm. Zu seinen Publikationen zählen ›Neuer Anarchismus‹ in den USA. Seattle und die Folgen (Hg., 2008), Vielfalt - Bewegung - Widerstand. Texte zum Anarchismus (2009) und Von Jakarta bis Johannesburg: Anarchismus weltweit (Hg. gemeinsam mit Sebastian Kalicha, 2010). Gabriel Kuhn arbeitet eng mit dem US-amerikanischen Verlag PM Press zusammen und betreibt die Website Alpine Anarchist Productions.


Niels Spilker

Niels Spilker, geboren 1974, lebt in Berlin und beschäftigt sich als Politologe mit der Machtanalyse Foucaults sowie der Regulations- und Hegemonietheorie. Momentaner Arbeitsschwerpunkt ist der institutionelle Wandel im neoliberalen Bildungssystem: das Regime des lebenslangen Lernens und Vergessens im Kontext prekärer Arbeitsverhältnisse. Ansonsten ist er politisch aktiv gegen Atomanlagen, das Unternehmen Stadtumstrukturierung und andere Übel der Welt.

ABLAGE-BLOG
Niels Spilker – Zur Gouvernementätärä der neuen Lernkultur


Sebastian Friedrich

Sebastian Friedrich lebt in Berlin. Er ist Redakteur von kritisch-lesen.de, freier Mitarbeiter der Opferberatungsstelle ReachOut Berlin, Mitglied des AK Rechts und der Diskurswerkstatt des Duisburger Instituts für Sprach- und Sozialforschung (DISS). Zu seinen Arbeitsschwerpunkten zählen Rassismus, extreme Rechte und soziale Ungleichheit.


Hannah Schultes

Hannah Schultes ist Sozialwissenschaftlerin, Mitglied der Diskurswerkstatt des Duisburger Instituts für Sprach- und Sozialforschung (DISS) und Redakteurin bei kritisch-lesen.de. Zu ihren Interessen zählen Mediendiskurse, Migration und Intersektionalitätsforschung.
Jüngste Publikation, gemeinsam mit Sebastian Friedrich: »Von ›Musterbeispielen‹ und ›Integrationsverweigerern‹. Repräsentationen von Migrant_innen in der ›Sarrazindebatte‹.« In: Friedrich, Sebastian (Hg.) (2011):
Rassismus in der Leistungsgesellschaft. Analysen und kritische Perspektiven zu den
rassistischen Normalisierungsprozessen der ›Sarrazindebatte‹. S. 77-113.


Hannelore Bublitz

Professorin für Soziologie und Sprecherin des DFG-Graduiertenkollegs "Automatismen. Strukturentstehung außerhalb geplanter Prozesse in Informationstechnik, Medien und Kultur" an der Universiät Paderborn.


Stefanie Girstmair

Stefanie Girstmair hat Psychologie und Internationale Entwicklung in Wien studiert. Ihre Forschungsschwerpunkte umfassen Diskursanalyse, postkoloniale Theorie und Subjektivierungstheorien.


Katharina Hametner

Katharina Hametner ist Psychologin und lehrt an der Sigmung Freund Privatuniverstiät Wien. Derzeit dissertiert sie an der Universität Wien zu dem Thema: Ethnisierung und Biographie.


Jörg Senf

Jörg Senf ist Professor für Deutsche Sprache und Übersetzer am Fachbereich Studi Politici der Universität Sapienza, Rom. Seit 2009 leitet er in Rom eine universitäre Diskurswerkstatt.


Tom Schimmeck

Tom Schimmeck ist Autor und Journalist. Als Mitbegründer der Berliner tageszeitung war er bis 1984 taz-Redakteur. Anschließend arbeitete er als Politredakteur und Auslandsreporter für die Magazine Temp, Der Spiegel, profil und Die Woche.


Thomas Kunz

Thomas Kunz ist Professor am Fachbereich Soziale Arbeit und Gesundheit der Fachhochschule Frankfurt am Main. Forschungsschwerpunkte: Migration und Soziale Arbeit, Integrationspolitik, Analyse gesellschaftlicher Fremdheitsbilder, Rassismusforschung.


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