Die erste vergleichende Untersuchung zu den beiden wichtigsten Leitorganen der extremen Rechten, der ›Jungen Freiheit‹ und der ›Deutschen Stimme‹.
Helmut Kellershohn (Hg.)

Die ›Deutsche Stimme‹ der ›Jungen Freiheit‹

Lesarten des völkischen Nationalismus in zentralen Publikationen der extremen Rechten

ISBN 978-3-89771-752-7
Erscheinungsdatum: Februar 2013
Seiten: 330
Reihe: Edition DISS Band: 23
Ausstattung: softcover
28,00 €

Beschreibung

Edition Diss Band: 23

In den letzten Jahren sind diverse Untersuchungen zum Mediennetz der extremen Rechten wie auch zu einzelnen Publikationsorganen erschienen. Gleichwohl gibt es bislang keine vergleichende Untersuchung zu den beiden wichtigsten Leitorganen der extremen Rechten, der ›Jungen Freiheit‹ und der ›Deutschen Stimme‹. Beide Zeitungen repräsentieren Strömungen, die unterschiedliche strategische Optionen verfolgen.

Die Wochenzeitung ›Junge Freiheit‹ steht für das das jungkonservative Lager der Neuen Rechten, das sich dem Kampf wider die ›Dekadenz‹ verschrieben hat, auf die ideologische Umorientierung der Eliten und ›Leistungsträger‹ zielt, für eine ›konservative Basisbewegung‹ wirbt und – zum Teil zumindest – rechtspopulistische Parteiansätze unterstützt.

Das monatlich erscheinende Parteiorgan der NPD, die ›Deutsche Stimme‹, versteht sich dagegen als Sprachrohr einer ›Fundamentalopposition von Rechts‹, die sich mehr oder weniger offen in die Tradition des nationalsozialistischen Kampfes gegen das ›System‹ stellt, aber auch auf jungkonservative und nationalrevolutionäre Ideen zurückgreift.


Das vorliegende Buch geht von der These aus, dass trotz unterschiedlicher strategischer Optionen strömungsübergreifend ideologische Gemeinsamkeiten feststellbar sind, die es erlauben, von einem Grundbestand völkisch-nationalistischer Kernideologeme zu sprechen. Diese werden in unterschiedlicher Weise artikuliert, das heißt: In beiden untersuchten Leitorganen sind, den jeweiligen strategischen Optionen entsprechend, unterschiedliche Lesarten des völkischen Nationalismus
identifizierbar.



Autor*innen

Helmut Kellershohn

Helmut Kellershohn studierte Geschichte und Katholische Religion in Bonn und unterrichtete bis zur Pensionierung an einem Gymnasium in Moers. Er ist Gründungs- und Beiratsmitglied des DISS und Mitarbeiter im AK Rechts. Zahlreiche Veröffentlichungen zur Neuen Rechten, insbesondere zur Jungen Freiheit und zum Institut für Staatspolitik, zum Neokonservativismus und völkischen Nationalismus.


Regina Wamper

Regina Wamper, Dr. phil., ist wissenschaftliche Mitarbeiterin am Duisburger Institut für Sprach- und Sozialforschung (DISS). Dort forscht sie diskursanalytisch zu den Themen extreme Rechte, Rassismus und Antifeminismus. Ihre Dissertation: »Das rechte Geschlecht. Geschlechterkonstruktionen in extrem rechten Medien und deren Relevanz für völkisches Denken« wurde 2017 auf dem Publikationsserver der RWTH Aachen University veröffentlicht.


Jens Zimmermann

Jens Zimmermann studiert Politikwissenschaft, Soziologie und Geschichte an der Universität Duisburg-Essen und ist Projektmitarbeiter am Duisburger Institut für Sprach- und Sozialforschung.


Michael Lausberg

Michael Lausberg, Dr. phil., studierte Pädagogik, Philosophie, Politikwissenschaften und Neuere Geschichte sowie den Aufbaustudiengang Interkulturelle Pädagogik an den Universitäten Aachen, Köln und Amsterdam. Er ist ehrenamtlicher Mitarbeiter des Duisburger Instituts für Sprach- und Sozialforschung (DISS) und als freier Publizist tätig. Seine Forschungsschwerpunkte sind politische Theorie, extreme Rechte, Rassismus, Antiziganismus sowie Migration.

Letzte Veröffentlichungen: Die anarchistische Theorie von Erich Mühsam, Hamburg 2019; Einführung in den Impressionismus, Hamburg 2019.

www.michael-lausberg.de


Paul Bey

Paul Bey hat Politikwissenschaft und Philosophie studiert. Er ist Mitglied im AK Rechts des DISS. Er arbeitet diskursanalytisch zur extremen Rechten, ihren Öffentlichkeits- und Medienstrategien sowie zum gesellschaftspolitischen und medialen Umgang mit der AfD.


Mark Haarfeldt

Mark Haarfeldt, Dr. phil., hat in Dresden und Bochum Geschichte und Philosophie studiert. An der Universität Konstanz hat er zum Thema »Deutsche Propaganda im Rheinland 1918-1936« promoviert. Er ist Bildungsreferent beim DGB Bildungswerk BUND sowie ehrenamtlicher Mitarbeiter im Duisburger Institut für Sprach- und Sozialforschung. Seine Schwerpunkte sind die extreme Rechte in Geschichte und Gegenwart, Wirtschafts-, Sozial- und Arbeitspolitik von rechts, die Entwicklung der Fanszene im Fußball, historische Propagandakonzeptionen und die Strukturen neurechter Netzwerke und Organisationen.


Giesbert Hunold

Giesbert Hunold, geboren 1962, seit Mitte der 1980er Jahre politisch aktiv im Rahmen antirassistischer und antifaschistischer Zusammenschlüsse. Seit 2007 im Rahmen von Attac Köln Mitarbeit im AK 'Welthandel und WTO'. Mitglied des AK Rechts im DISS.


Laurin Walter

Laurin Walter ist Student der Politischen Wissenschaften und Philosophie an der RWTH Aachen. Korrespondierendes Mitglied des AK Rechts im DISS.


Lenard Suermann

Lenard Suermann studiert Soziologie, Germanistik und Geschichte in Duisburg und Essen. Er ist Mitarbeiter im Arbeitskreis-Rechts des DISS und in der gewerkschaftlichen Jugendbildung tätig.


News

Leser*innenstimmen

Für dieses Produkt wurden noch keine Bewertungen abgegeben.
Um eine Leser*innenstimme abzugeben zu können, musst du dich registrieren und einloggen.
Downloads
Hintergrundinfos

 

Thomas Wagner (junge Welt, 20./21.07.2012) im Gespräch mit Helmut Kellershohn. Über die rechte Wochenzeitung ›Junge Freiheit‹, den »faschistischen Stil« und die Chancen des Jungkonservatismus in der Wirtschaftskrise