Bei unrast:

„Hinter den rechten antideutschen Sekten die Tür zu machen!“

Interview mit Bernhard Schmid - Radio Z

zu: Gerhard Hanloser (Hg.): Sie warn die ANTI-deutschesten der deutschen Linken. Zur Geschichte, Kritik und Zukunft antideutscher Politik

Sendedatum: 18.11.2004 (17:54)

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Hinter den 'rechten antideutschen Sekten die Tür zumachen' möchte Bernhard Schmid. Dabei gehörte der Journalist und Jurist einst selbst zur Gruppe der Antinationalen im Kommunistischen Bund. Und die war schließlich die Vorläuferin der heute extremsten antideutschen Strömung.
"Sie warn die Antideutschesten der deutschen Linken" heißt ein Buch, in dem Schmid und andere AutorInnen die These vertreten, die antideutsche Ideologie stelle in "zugespitzter Form reine Affirmation herrschender Verhältnisse" dar, unterstütze also das bestehende Herrschaftssystem, anstatt es anzugreifen. Die Linke Literaturmesse, auf der man die Kontroverse nicht scheut sondern sucht, präsentiert das Buch, das im Unrast Verlag erscheint, an diesem Wochenende im K4.
Manchen wird diese Aufsatzsammlung ganz und gar nicht gefallen. Andere werden applaudieren, und den AutorInnen wird der Applaus nicht gefallen. Nicht wenige von Ihnen teilen schließlich - wie Bernhard Schmid - die Themenfelder der Antideutschen: die Ablehnung Deutschlands als post-faschistische Gesellschaft, den Anti-Nationalismus, und die Kritik an bürgerlichem und linken Antisemitismus.
Bei wieder anderen Literaturhungrigen werden sich beim Betrachten des Buchrückens nur Fragezeichen auftun: "What the fuck is antideutsch!"
Diese Frage muss Bernhard Schmid im folgenden Interview mit Michael Liebler nicht zum ersten Mal beantworten. "Sie warn die Antideutschesten der deutschen Linken" stellte er gemeinsam mit anderen AutorInnen bereits während der Alternativen Buchmesse in Frankfurt vor:


Interview*


Autor: Michael Liebler | Format: Mp3 | Dauer: 9.45

* Mp3 Quelle: http://stoffwechsel.radio-z.net/files/audio/die_antideutschesten_1100814303.m3u