Aufstand im Vernichtungslager Sobibór

14. Oktober 1943: Aufstand im Vernichtungslager Sobibór.

Sobibór, im ehemaligen Kreis Lemberg, im heutigen Ostpolen gelegen, war eines der drei Vernichtungslager der »Aktion Reinhardt« – der detailliert geplant und durchgeführten Vernichtung von über eineinhalb Million europäischer Juden. Allein in Sobibór wurden von Mai 1942 bis zum Oktober 1943 annähernd 250 000 Juden ermordet.
Im Juli 1943 begann im Lager eine jüdische Untergrundgruppe einen Aufstand zu planen. Als im September 1943 eine Gruppe sowjetisch-jüdische Kriegsgefangene nach Sobibór verlegt wurden, übertrugen die Häftlinge ihnen das Kommando für Ihre Aufstandspläne. Bei der Revolte wurden zwölf SS-Männer getötet, etwa 300 Häftlinge konnten fliehen, nur 50 erlebten das Ende des Krieges.
Das Lager wurde nach dem Aufstand sofort liquidiert und dem Erdboden gleichgemacht. Heute befindet sich dort ein Museum.

weitere Infos:
Thomas Toive Blatt - Der Aufstand von Sobibor
Jules Schelvis - Vernichtungslager Sobibor

Zu Fahrt nach Ostpolen zu den ehemaligen Vernichtungslager der "Aktion Reinhard", Belzec, Sobibór und Treblinka und Veranstaltungen mit Stanislaw Hantz, Anna Kaczmarska, Janina Janczk, Henryk Mandelbaum, Thomas Blatt und Jules Schelvis siehe:
Bildungswerk Stanislaw Hantz e.V.

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