Cover in groß "Souveränitäten"
jour fixe initiative berlin (Hg.)

Souveränitäten

Von Staatsmenschen und Staatsmaschinen


ISBN: 978-3-89771-503-5
Ausstattung: br., 202 Seiten
Preis: 16.00 Euro


Die Finanzkrise hat der Diskussion um den Staat eine unerwartete Wendung gegeben. Im Neoliberalismus galt er als ineffizientes Auslaufmodell und auch weite Teile der globalisierungskritischen Bewegung diagnostizierten einen Souveränitätsverlust der Nationalstaaten zugunsten eines weltumspannenden Empires. Doch gerade die Krise des Finanzmarktes lässt den Staat in seiner Funktion als Verwalter von Krisen wieder erstarken. Dies bietet Anlass nach der Souveränität des Staates und »seiner« Subjekte – der Staatsmenschen – und der Gültigkeit kritischer Staatstheorien zu fragen. Es geht um eine Rückgewinnung des Konflikts, um Konfrontationen, durch die sich die Subjekte dem Staat entziehen und eigene Kollektive bilden können. Es geht um einen Bruch mit der aktuellen Ohnmacht, einen Bruch mit dem Konsens. Wie in emanzipatorischem Interesse die Souveränität und die symbolische wie reale Macht des Staates durch die Souveränität der ihm unterworfenen Subjekte ersetzt werden können, ist Thema dieses Buches.


Inhalt

jour fixe initiative berlin
Souveränitäten
Von Staatsmenschen und Staatsmaschinen
[Das Editorial im Weblog lesen]

Jan Weyand
Souveränität und Legitimation
Ein Essay über das Verschwinden
des Politischen in der Kritischen Theorie

Daniel Bensaïd
Souveränitäten, nationen, empire

Bini Adamczak
nuancen
Zur Inkommensurabilität kommunistischer Politik in der
Revolutionsdebatte zwischen Kautsky, Lenin und Trotzki

Michael Koltan
Lenins Staat und Revolution

Ingrid Artus
Prekäre Kämpfe
Herrschaft, Integration und Widerstand ...

Bob Jessop
Was kommt nach dem neo-Liberalismus?

Alain Brossat
Die regierung der Zermürbung

Daniel Loick
But who protects us from you?
Zur kritischen Theorie der Polizei

Ulrich Bröckling
eine andere Souveränität
Widerstände im kybernetischen Kapitalismus