Weitere Bücher zu diesem Thema
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A.G. GENDER-KILLER (Hg.)
Antisemitismus und Geschlecht
Von „effeminierten Juden“, „maskulinisierten Jüdinnen“ und anderen Geschlechterbildern
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ISBN: 3-89771-439-6
Ausstattung: br., 286 Seiten
Preis: 18.00 Euro
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 Die Beiträge dieses interdisziplinären Sammelbandes erkunden den Zusammenhang verschiedener antisemitischer Geschlechterbilder. Sie zeigen, mit welchen Codierungen und Normvorstellungen gearbeitet wurde, um den „jüdischen“ Körper als anderen zu stigmatisieren. Verdeutlicht wird so, dass sich Antisemitismus und Geschlecht nicht nur am Rande berühren, sondern dass Geschlecht zentral für das Funktionieren antisemitischer Stereotype und Hassfiguren war. Einheitliche Stereotype vom „deutschen“ Mann und von der „deutschen“ Frau standen widersprüchlichen Bildern des „Jüdischen“ gegenüber. Der „jüdische“ Körper sei paradox gespalten: männlich und weiblich zugleich. Die Folge sind Bilder, die vom effeminierten „jüdischen“ Mann bis zum „jüdischen Vergewaltiger“ und Mädchenhändler, von der „schönen Jüdin“ bis zum „jüdischen Mannweib“ reichen. Dabei wird deutlich, dass diese Bilder nicht als singuläre existieren können, sondern dass sie aufeinander angewiesen sind und ihre Kraft nur durch ihr Zusammenspiel entfalten. Geschlechterbilder, so zeigen die Untersuchungen u.a. aus historischer, kunst- und sozialwissenschaftlicher Perspektive, ziehen sich nicht zufällig als roter Fadern durch die antisemitischen Darstellungen. Gerade mit ihrer Hilfe kann die (biologische) „Andersheit“ von Juden und Jüdinnen artikuliert und (re-) produziert werden. "... Das Buch zählt mit seinen tatsächlich recht que(e)r zu sich überschneidenden Themen, die jedoch nur selten gemeinsam gedacht werden, sicher zu den lesenswertesten Neuerscheinungen zum Thema Antisemitismus der letzten Jahre." Thomas Schmidinger, "Israel Nachrichte" Nr. 11332 vom 9. Juni 2006 Aus dem Inhalt: A.G.Gender-Killer Geschlechterbilder im Nationalsozialismus. Eine Annäherung an den alltäglichen Antisemitismus Christina von Braun Der Körper des "Juden" und des "Ariers" im Nationalsozialismus Klaus Hödl Genderkonstruktion im Spannungsfeld von Fremd- und Selbstzuschreibung. Der "verweiblichte Jude" im diskursiven Spannungsfeld im zentraleuropäischen Fin de Siècle Meike Günther Wider die Natur: Zur Verkörperung antisemitischer Stereotype durch Geschlechterkonstruktionen Hildegard Frübis Repräsentationen „der“ Jüdin – Konzepte von Weiblichkeit und Judentum in der Jüdischen Moderne Eva-Maria Ziege Die Bedeutung des Antisemitismus in der Rezeption der Mutterrechtstheorie Elke Frietsch Der trojanische Königssohn im Polohemd. Sind die Darstellungen des "Parisurteils" aus der Zeit des 'Dritten Reiches' 'spezifisch nationalsozialistisch'?Jeanette Jakubowski Walsers Griff in die antisemitische Mottenkiste oder die verführerische Macht der jüdinnen- und judenfeindlichen Stereotype Bini Adamczak Antisemitismus dekonstruieren? Essentialismus und Antiessentialismus in queerer und antinationaler Politik Michael Moreitz Judenfeindschaft in der Deutschen Geschichte und Gegenwart Zur Rezension von Annika Nickenig: literaturkritik.de: Annika Nickenig: Auf den Leib geschrieben. literaturkritik.de Nr. 8, August 2007
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