
Am 1. Juni 1943 wurden von den deutschen Besatzern 3.006 jüdische Männer, Frauen und Kinder aus dem Polizeilichen Durchgangslager Westerbork in den Osten deportiert. Vier Tage später kamen sie in dem ostpolnischen Dorf Sobibór an. Niemand konnte vermuten, dass am Ende des Tages nur noch 81 junge Männer am Leben sein würden. Jules Schelvis war unter ihnen. Es brach für ihn eine Zeit von zwei Jahren durch die Hölle mehrerer Ghettos und Konzentrationslager an, bevor er im April 1945, am Ende seiner Kräfte und vielfach dem Tode nur knapp entronnen im Konzentrationslager Vaihingen/Enz befreit wurde.
In diesem Buch beschreibt er seine »Reise durch die Finsternis« der deutschen Vernichtungsmaschinerie.
Jules Schelvis kehrte in die Niederlande zurück und begann erst nach seiner Pensionierung, sich intensiv mit der Geschichte der Vernichtung der niederländischen Juden zu beschäftigen. Aus seinem Engagement entstand das im Oktober 2003 bei rat in Deutsch erschienene Standardwerk zur Geschichte des Vernichtungslagers Sobibór.
Jules Schelvis lebt heute in Amstelveen und engagiert sich in der niederländischen Sobibór-Stichting.
Projekte zum Thema im Internet Texte bei
Wikipedia :
Judenfeindlichkeit
Vernichtungslager Sobibor Informationen des
IDGR