Zentrale Texte der europäischen postoperaistischen Debatte zur globalen Krise und zur sozialen Befreiung.
ÜbersetzerInnen-, Redaktions- und Lektoratskollektiv:
Thomas Atzert, Martin Birkner, Bernhard Dorfer, Francois Naetar, Renate Nahar, Stefanie Weiss
Theoretisch und politisch fundiert untersuchen die Autor_innen die Hintergründe der globalen Krise, fragen nach sozialen und politischen Konfliktlinien und nicht zuletzt nach den Bedingungen, die das Leitmotiv vieler Proteste der vergangenen Zeit, das Motto »Wir zahlen nicht für Eure Krise«, mit der Perspektive eines radikalen Bruchs mit dem Kapitalismus verbinden.
Die italienische Originalausgabe erschien 2009 unter dem Titel „Crisi dell‘economia globale: mercati finanziari, lotte sociali e nuovi scenari politici“ im Verlag 
ombre corte, Verona. Inhalt Die Wirtschafts- und Finanzkrise, die sich seit dem Herbst 2008 als globale Krise des Kapitalismus zeigt, beherrscht seither die Mainstream-Medien ebenso wie politische und gesellschaftliche Debatten. Die bis zum Ausbruch der Krise unangefochtene Hegemonie des Neoliberalismus wird seither nicht mehr nur von linken Minderheiten in Frage gestellt, ein Revival des interventionistischen (»keynesianischen«) Nationalstaats gegen vermeintliche Auswüchse der Globalisierung scheint aktuell.
Die Beiträge des vorliegenden Bandes zeigen, dass die Fixierung auf eine solche Alternative an der Realität des Kapitalismus im 21. Jahrhundert vorbeigeht. Theoretisch und politisch fundiert untersuchen die Autorinnen die Hintergründe der globalen Krise, fragen nach sozialen und politischen Konfliktlinien und nicht zuletzt nach den Bedingungen, die das Leitmotiv vieler Proteste der vergangenen Zeit, das Motto »Wir zahlen nicht für Eure Krise« mit der Perspektive eines radikalen Bruchs mit dem Kapitalismus verbinden.
Die Autorinnen kommen in ihrer Mehrzahl aus dem so genannten Post-Operaismus. Sie verbinden verschiedene Untersuchungsperspektiven, die sonst eher disparat vorliegen – etwa Analysen zum Postfordismus, zur Gewalt der Finanzialisierung, zu den Ausbeutungsbedingungen im globalen Kapitalismus sowie zu Fragen linker Politik. Der Band schließt mit Thesen zur Krise, die auf eine politische Verständigung zielen, darauf, nicht nur des Kapitalismus‘ neue Kleider beim Namen zu nennen, sondern dem auch eine Perspektive sozialer Befreiung entgegenzustellen.
Herausgeber und Autor_innenDie beiden Herausgeber und die Autorinnen gehören zum politischen autonomen Forschungsnetzwerk UniNomade (Frankreich/Italien/Spanien)
Aus dem InhaltsverzeichnisDas Ende der Krise [
Leseprobe]
Vorwort des
ÜbersetzerInnenkollektivs
Thomas Atzert, Martin Birkner, Bernhard Dorfer, Francois Naetar, Renate Nahar, Stefanie WeissAndrea Fumagalli / Sandro MezzadraVorwort zur deutschen Ausgabe [
Leseprobe]
Sandro Mezzadra Vorwort. Die Krise denken
Christian MarazziDie Gewalt des Finanzkapitalismus
Andrea FumagalliWeltwirtschaftskrise und soziökonomische Governance
Carlo VercelloneDie Krise des Wertgesetzes. Der Profit wird zur Rente
Federico ChicchiDem Kapital den Rücken zugewandt: Das Gemeinsame
Tiziana TerranovaNew Economy, Finanzialisierung und gesellschaftliche Produktion im Web 2.0
UniNomade‹Nichts wird mehr so sein wie zuvor› – Zehn Thesen zur globalen Krise
Antonio NegriNachwort
SchlüsselwörterGlobale Krise, Gewalt des Finanzkapitalismus, Kristallisationspunkte des Widerstands, Entwicklung gemeinsamer Gegenstrategien
ZielgruppeDiese Buch richtet sich an Aktivist_innen der kritischen Globalisierungs-Bewegungen, Student_innen, Wissenschaftler_innen